Über uns

Geschichte des Seniorenzentrum Emme

Aus dem Jahresbericht 1996 des Pensionärenrates.

Badhaus

Da wo unser Altersheim steht stand vorher das Badhaus und das hatte eine eigene Geschichte. Vor vielen Jahren hat die Stanioli, Vorläuferin der Nyco, zweiunddreissig Familienhäuser bauen lassen. Es wurden ein Stall und ein Tenn angebaut, aber keine der sechs Arbeiterwohnungen hatte ein Bad. Einige Jahre später hat die Gemeinde ein Haus erstellen lassen mit sechs öffentlichen Badekabinen. An Samstagen hat die Bevölkerung diese Badegelegenheit benützen können, natürlich gegen Bezahlung. Die Arbeiter der Stanioli konnten billiger baden als alle anderen, sozusagen als Ersatz für ein eigenes Bad. Im Untergeschoss des Hauses wurde eine Zelle eingerichtet.

Militär

Wir hatten früher oft Militär im Dorf. Wenn dann ein Soldat wegen eines kleinen Vergehens bestraft wurde, kam er im Badhaus ins "Loch". So hat das Badhaus viele Jahre seine "Aufgabe" erfüllt. Im Jahr 1968 wurde dann die erste Planungskommission gewählt für die Erstellung eines Altersheims. Es wurden verschiedene Plätze begutachtet, das Badhaus-Areal als das beste eingeschätzt. Das Militär bekam den Auftrag das Haus abzubrechen. Das war ein günstiges Übungs-Objekt.

Stiftung

Die Gemeinde gründete eine Stiftung und spendete Fr. 10'000.--. Ein Stiftungsrat wurde gewählt, eine Baukommission kam dazu. Der Bau konnte beginnen. Immer kamen neue Reglemente und Vorschriften heraus und das gab Verzögerungen. Endlich im Sommer 1984 konnten die ersten Pensionäre einziehen. Einen Punkt habe ich vergessen. Die Stanioli hat sich bei den Kosten für das Badhaus beteiligt und darum konnten die Arbeiter billiger baden.

Das ist die Vorgeschichte des Altersheims das nicht mehr wegzudenken ist aus unserem Dorf.
Frieda Mössinger, selig, ehemalige Bewohnerin und Mitglied der Baukommission.